AKTUELLES
Achtung! Der Eichenprozessionsspinner ist zurück!
LAHNTAL INFORMIERT
Der Verwaltung wird derzeit vermehrt das Auftreten von Raupen des Eichenprozessionsspinner in Lahntal gemeldet.
Wir möchten Sie informieren, dass die Gemeinde die Nester an öffentlichen Plätzen entfernen lässt. Alle weiteren Plätze werden mit Warnschildern gekennzeichnet.
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter aus der Unterfamilie der Prozessionsspinner und ist heimisch in den Eichenwäldern in Süd- und Mitteleuropas - die Art breitet sich allerdings auch immer weiter nördlicher aus. Neben Wäldern kommt der Spinner aber auch im Siedlungsbereich vor: etwa in Alleen, Gärten, Parks oder auf Friedhöfen. Bekannt und gefürchtet ist der Eichenprozessionsspinner wegen der Brennhaare der Raupen. Ab dem dritten Larvenstadium bilden die Raupen feine Brennhärchen, die innen hohl sind und das Eiweißgift Thaumetopoein enthalten, das eine Immunreaktion auslösen kann. Diese äußert sich in Juckreiz, Hautentzündungen und vereinzelt in Nesselsucht. Vor allem wenn die Brennhaare in die Augen oder Atemwege kommen, kann es zu stärkeren Reaktionen kommen.
Wir bitten um Vorsicht: Gerade in Wäldern und auf öffentlichen Plätzen mit vielen Eichen ist jetzt besondere Vorsicht geboten!
Wenn es juckt und brennt:
Bei Kontakt zu Nestern oder Raupen, berühren Sie nicht Ihre Augen berühren. Am besten gehen Sie direkt duschen und waschen Ihre Kleidung bei mindestens 60° Grad Celsius, um das Nesselgift zu zerstören. Wenn es zu starken Reaktionen kommt (eher selten), suchen Sie dringend Arzt auf.
Vorsorge:
Bitte halten Sie Abstand und berühren Sie nicht die Nester oder die Raupen. Denn selbst in den Nestern und wenn die Falter schon geschlüpft sind, können die Brennhaare noch vorhanden sein. Informieren Sie bitte auch Ihre Kinder und andere Menschen über die Gesundheitsgefahr von Eichenprozessionsspinner.
