KOMMUNALE WÄRMEPLANUNG

SAVE THE DATE 30.09.2026
Heizung modernisieren – Infoabend mit Messe am 30. September 2026 in Lahntal
Welche Heizung ist die richtige für mein Zuhause? Was bedeutet die aktuelle Gesetzeslage mein Haus? Und welche Möglich-keiten gibt es für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung?
Diesen Fragen widmet sich der Infoabend „Heizung modernisieren“ mit Infomesse regionaler Energie- und Heizungsfachbetriebe der Gemeinden Wetter, Lahntal und Münchhausen.
Mittwoch, 30. September 2026 – 18:00 bis 21:00 Uhr
ab 18:00 Uhr Infomesse
ab 19:00 Uhr Vorträge
Wo? Lahntalhalle Goßfelden (Siegener Str. 5a, 35094 Lahntal)
Im Rahmen der Veranstaltung informieren Fachexperten über den aktuellen Stand der Kommunalen Wärmeplanung, Möglichkeiten zur dezentralen Wärmeversorgung sowie die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Sie erfahren, welche Auswirkungen die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Gebäudemodernisierungsgesetz für das eigene Haus bedeuten, welche Anforderungen künftig beim Heizungstausch gelten und welche Möglichkeiten es für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung gibt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Wärmepumpen und weiteren Lösungen für die dezentrale Wärmeversorgung.
Begleitend findet eine Infomesse statt. Regionale Fachbetriebe und Hersteller präsentieren ihre Angebote und stehen für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich unabhängig zu informieren und mit Fachexperten aus der Region über passende Lösungen für Ihr Gebäude auszutauschen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Hintergrund:
Aktuell wird die kommunale Wärmeplanung als Konvoiprojekt für die Kommunen Ebsdorfergrund, Fronhausen, Lahntal, Lohra, Münchhausen, Wetter und Weimar im Auftrag der Energie Marburg-Biedenkopf (EMB) erarbeitet. Die kommunale Wärmeplanung ist zentraler Baustein der Energie- und Wärmewende. Ziel ist es, eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung für die beteiligten Kommunen zu entwickeln. Beauftragt mit der Erarbeitung wurden partner4climate GmbH aus Gießen gemeinsam mit 4K | Kommunikation für Klimaschutz.
Kommunale Wärmeplanung gestartet
Der Startschuss für die kommunale Wärmeplanung ist gefallen. Ziel des strategischen Prozesses ist es, eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 in Lahntal zu erreichen und damit einen wesentlichen Beitrag zu unseren Klimaschutzzielen zu leisten.
Mit der kommunalen Wärmeplanung werden tragfähige Strategien für die Wärmeversorgung entwickelt. Ziel ist eine zukunftsfähige, wirtschaftlich tragbare und bedarfsgerechte Wärmeversorgung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.
Begleitet wird die Gemeinde bei diesem Vorhaben von Partner4Climate GmbH, die gemeinsam mit der Energie Marburg Biedenkopf GmbH & Co. KG (EMB) die fachliche Unterstützung bei der Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung übernehmen.
Der Prozess gliedert sich in vier Phasen:
1. Bestandsanalyse
Erhebung der aktuellen Ausgangssituation der Wärmeversorgung
2. Potenzialanalyse
Identifikation erneuerbarer Strom- und Wärmequellen sowie von Sanierungspotenzialen
3. Zielszenarien
Entwicklung von Szenarien für eine möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 mit Betrachtung des zukünftigen Wärmebedarf, zukünftiger Versorgungsstruktur und Sanierungsgebieten.
4. Wärmewendestrategie
Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsstrategie mit Maßnahmenkatalog.
Für die Analyse und anschauliche Darstellung der Daten wird die Software ENEKA eingesetzt, die einen digitalen Zwilling der Kommune ermöglicht. So können komplexe Zusammenhänge transparent auf Gebäudeblockebene (datenschutzkonform ohne personenbezogene Daten) visualisiert und Entscheidungen vorbereitet werden. Die Ergebnisse werden auf unserer Website veröffentlicht.
Erarbeitet wird der Wärmeplan im sogenannten „Konvoi“. Im Zusammenschluss der Kommunen Münchhausen, Wetter, Lahntal, Weimar, Lohra, Fronhausen und Ebsdorfergrund werden Synergien genutzt und Erfahrungen ausgetauscht.
Der finale Wärmeplan soll bis Ende 2026 vorliegen.
Aktuelle Informationen und Termine werden fortlaufend hier veröffentlicht.
KONTAKT
FAQs:
1. Was ist die Kommunale Wärmeplanung und warum ist sie wichtig?
Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Prozess, bei dem die zukünftige Wärmeversorgung in der Gemeinde analysiert und geplant wird. Ziel ist eine klimafreundliche, wirtschaftlich tragfähige und bedarfsgerechte Wärmeversorgung.
2. Was ist das Ergebnis der Kommunalen Wärmeplanung?
Am Ende entsteht ein Wärmeplan mit Bestands‑ und Potenzialanalyse, Zielszenarien und einem Maßnahmenkatalog, der zeigt, wie die Wärmeversorgung in der Kommune künftig gestaltet werden kann.
Der Wärmeplan dient dabei der kommunalen Verwaltung, den Energieversorgern, dem Handwerk sowie Unternehmen und Privatpersonen als Orientierung und Unterstützung, um die Wärmewende erfolgreich umzusetzen sowie Planungs- und Investitionssicherheit zu gewährleisten.3. Welche Maßnahmen werden geprüft?
Untersucht werden sowohl der Ausbau von Wärmenetzen als auch dezentrale individuelle Lösungen wie beispielsweise Wärmepumpen. Ziel ist es, alle Optionen zu berücksichtigen, die eine nachhaltige Wärmeversorgung ermöglichen.
4. Was bedeutet „Konvoi“?
„Konvoi“ bedeutet, dass die kommunale Wärmeplanung für die Kommunen Fronhausen, Lahntal, Lohra, Münchhausen, Weimar, Wetter, Ebsdorfergrund gemeinsam erarbeitet werden und so Erfahrungen und Synergien gut genutzt werden. Die Ergebnisse der einzelnen Projektphasen werden aber jeweils pro Kommune dargestellt.
5. Wann wird der Wärmeplan fertiggestellt?
Der finale Wärmeplan soll bis Ende 2026 vorliegen. Die Ergebnisse werden auf dieser Website veröffentlicht.
6. Wie können Bürgerinnen und Bürger mitwirken?
Im Verlauf des Projekts wird es Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger geben, bei der über den Stand der Planung informiert wird und ein Austausch stattfindet.
7. Wo finde ich aktuelle Informationen und Termine?
Alle aktuellen Informationen, Termine und Hinweise werden fortlaufend auf unserer Website veröffentlicht.
8. Welche Folgen hat die Kommunale Wärmeplanung für Privathaushalte und Unternehmen?
Aus dem Wärmeplan ergeben sich keine unmittelbaren Verpflichtungen zum Austausch oder zur Nutzung bestimmter Heizsysteme. Er zeigt jedoch Perspektiven für klimafreundliche Lösungen auf und schafft Orientierung.
9. Treten die Regelungen des GEG zum Einbau neuer Heizungen vorzeitig in Kraft, wenn der Wärmeplan vorher beschlossen wird?
Nein. Im aktuellen Gesetz ist geregelt, dass die Veröffentlichung und der Beschluss der kommunalen Wärmeplanung nicht die gesetzlichen Fristen und Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes ändern. Eine Novellierung des GEG ist jedoch vorgesehen.
Weitere Informationen finden Sie hier: Beschluss Wärmeplans 65-Prozent-Regel GEG - KWW
10. Welche Fördermittel oder Zuschüsse gibt es für eine Heizungsumrüstung?
Für den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können bis zu 70 % der Investitionskosten für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien gefördert werden. Die Anträge und Informationen laufen über BAFA oder KfW. Weiterführende Informationen: BAFA - Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)



