Glasfasernetz in Lahntal
GLASFASERNETZ IN LAHNTAL
Der Ausbau des Glasfasernetzes in Lahntal schreitet voran. Dabei kommen unterschiedliche Ausbauformen zum Einsatz, die jeweils unterschiedliche Ortsteile betreffen.
Zwei Wege zum Glasfaseranschluss
Grundsätzlich wird zwischen eigenwirtschaftlichem und gefördertem Glasfaserausbau unterschieden.
- Die Deutsche Glasfaser realisiert den Ausbau in mehreren Lahntaler Ortsteilen eigenwirtschaftlich. Das bedeutet, dass das Unternehmen die Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert. Von diesem Ausbau profitieren die Ortsteile Goßfelden, Sarnau, Sterzhausen und Göttingen.
- Parallel dazu erfolgt in weiteren Ortsteilen ein geförderter Ausbau durch die GlasfaserPlus. Dieser wird durch Mittel des Bundes, des Landes Hessen sowie der Kommune unterstützt. Geförderte Projekte kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau aufgrund geringer Wirtschaftlichkeit nicht möglich wäre. Dies betrifft die Ortsteile Caldern, Kernbach und Brungershausen.
Warum benötigt der Ausbau Zeit?
Anders als das bisherige Kupfernetz basiert die Glasfasertechnologie auf Lichtsignalen. Dafür ist eine neue Infrastruktur erforderlich.
Das Signal wird über eine zentrale Hauptanbindung („Backbone“) aus Neustadt zu den lokalen Verteilerstationen, den sogenannten PoP-Standorten (Point of Presence), geführt. Von dort aus verlaufen Leerrohre über digitale Verteilerpunkte bis direkt zu den einzelnen Gebäuden.
Der Aufbau dieser Infrastruktur wurde in den vergangenen Monaten durch verschiedene Baumaßnahmen erschwert. Insbesondere die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Neubau der B252 machten wichtige Leitungsquerungen erforderlich. Diese konnten inzwischen hergestellt werden. Auch der notwendige Lückenschluss entlang der K81 in der Sarnauer Hauptstraße wurde erfolgreich umgesetzt.
Damit sind die wesentlichen Verbindungen zwischen Neustadt und dem PoP-Standort in Goßfelden nahezu vollständig hergestellt.
Nächster wichtiger Schritt für Goßfelden
Als nächstes steht die Querung der Landesstraße L3381 im Bereich der Lahnbrücke in Goßfelden an. Diese Maßnahme ist von zentraler Bedeutung für die weitere Erschließung mehrerer Wohngebiete.
Ohne diese Querung können unter anderem die Bereiche Mehrdrusch, Hofacker, Am Pfahltor und Roßweg nicht an das Glasfasernetz angebunden werden.
Derzeit laufen hierzu Abstimmungen zwischen den beteiligten Unternehmen, Hessen Mobil sowie der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises. Die Genehmigung und Durchführung der Querung liegen jedoch grundsätzlich nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Lahntal.
Hinweise zu Anbieterwechseln und Werbemaßnahmen
Aktuell werben verschiedene Telekommunikationsanbieter um die Kundschaft. Grundsätzlich gilt: Nach Ablauf bestehender Vertragsbindungen können Nutzer ihren Anbieter frei wählen, sofern dieser die Infrastruktur der Deutschen Glasfaser nutzt. Welche Möglichkeiten im Einzelfall bestehen, hängt jedoch von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Eine sorgfältige Prüfung der bestehenden Verträge wird daher empfohlen.
Wichtig ist außerdem: Ein Glasfasertarif allein garantiert noch keine Glasfasergeschwindigkeit. Voraussetzung ist, dass sowohl der lokale Verteilerstandort (PoP) als auch der Hausanschluss vollständig an das Glasfasernetz angebunden und in Betrieb genommen wurden.
Die Gemeinde wird die Bürgerschaft weiterhin über die Fortschritte des Ausbaus informieren.
