Isenbergs Brücke in Goßfelden

Die Firma Gebrüder Isenberg betrieb in Goßfelden einen Steinbruch und eine Formsandgrube am Ortsrand Richtung Sterzhausen.

Eine imposante Steinbrücke überquert die Zufahrt zu dem Bruchgelände. Sie ist jedoch wegen Einsturzgefahr gesperrt. Der Weg über diese Brücke wurde von der Gemeinde Lahntal im Mai 2006 eingezogen und ist von der Nutzung ausgeschlossen.

Im Sandbruch wurde Formsand abgebaut, auf Feldbahnloren geladen und zur Lieferung an die Buderuswerke vorbereitet. Von einem Pferd gezogen, führte der Weg auf Gleisen zur Verladestation am Bahnhof Goßfelden.

Hier befand sich eine Hammermühle mit Becherförderwerk, wo der Sand aus den Loren gemahlen und in Eisenbahnwaggons zum Abtransport befüllt wurde.

Der Weg zum Bahnhof führte über zwei weitere Holzbrücken. Die erste, auf Sandsteinen liegend, wurde in späteren Jahren von einem Bauunternehmen abgebaut und die Steine von der Stadt Marburg verwendet.

Die roten Sandsteine aus dem Steinbruch waren begehrtes Baumaterial in der damaligen Zeit. An vielen Häusern in und um Goßfelden kann man heute noch Mauer- und Sockelwerk aus „Isenbergs Sandsteinen“ sehen.

Bild: Erste Holzbrücke © Konrad Tönges

Die zweite Holzbrücke die über die Lahn führte, brach im Mai 1957 unter der Last des gerade die Brücke querenden Lorenzuges zusammen. Mit Hilfe des Technischen Hilfswerkes (THW) und den vielen Helfern konnte das eingeklemmte Pferd gerettet werden.

Bilder: Zweite Holzbrücke © Konrad Tönges

Die Brücke wurde durch einen Neubau mit einer Eisenkonstruktion ersetzt.

Nach Schließung des Betriebes übernahm die Gemeinde Goßfelden diese als noch heute benannte „Isenbergs Brücke“. Sie ist also heute auch schon über 60 Jahre alt.