Ein neues Feuerwehrhaus für Caldern

Die Gemeindevertretung Lahntal hat in ihrer Sitzung am 19. September 2018 folgenden Grundsatzbeschluss zum Bau eines Feuerwehrhauses für Caldern gefasst:

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Lahntal nimmt von der nachstehenden Sachdarstellung Kenntnis und beschließt, den Gemeindevorstand der Gemeinde Lahntal zu beauftragen, die Realisierung des Vorhabens am Standort „Pfahltor“ weiterzuverfolgen, die notwendigen Kosten mit dem Haushalt 2019 bereitzustellen, die Umsetzung weiter vorzubereiten (Untersuchung auf Kampfmittel, Vermessung, Einreichen des Bauantrages) und mit der Umsetzung des Vorhabens nach Eingang des Förderbescheides unverzüglich zu beginnen.

Vom Baubeginn bis zur Einweihung:

Am 9. August 2019 übergibt Staatssekretär Dr. Heck den Förderbescheid für das Feuerwehrhaus Caldern anlässlich des „1. Spatenstichs“ auf dem Bauplatz. Frau Landrätin Kirsten Fründt konnte die Baugenehmigung bei Spatenstich übergeben und die Bauarbeiten konnten damit aufgenommen werden.

Am 13. Januar 2020 konnten die Bauarbeiten nach erfolgter Ausschreibung und Vergabe begonnen werden. Nachdem die Grasnarbe und der Oberboden mit großen Raupen abgeschoben wurden, folgten die umfangreichen Erdarbeiten zu Profilierung des Grundstücks, sowie die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen bis zum Gebäude.

Mitte April 2020 wurde schließlich der große Baukran aufgestellt und mit den Gründungsarbeiten des Gebäudes begonnen. Die Rohbauarbeiten aus Stahlbeton und Mauerwerk umfassten einen Zeitraum von rund 6 Monaten und wurden am 25. September 2020 mit dem Richtfest abgeschlossen. Durch den zügigen Einbau der Fenster, Außentüren und Tore, sowie der Fertigstellung der Dachabdichtung konnte das Gebäude noch im Oktober winterfest gemacht werden.

Parallel folgten die ersten Haustechnik-Rohinstallationen, die Innenputzarbeiten, die Verlegung der Fußbodenheizung und schließlich die Estricharbeiten bis Anfang November. Ein bedeutender Meilenstein im Projektablauf. Die feuchtigkeitsintensiven Arbeiten wurden vor der kalten Jahreszeit abgeschlossen. Mit Hilfe der vorzeitig aktivierten Fußbodenheizung und einem konsequenten Lüftungskonzept konnte die Baustelle über den Winter hinweg trocken geheizt werden.

Aber auch außerhalb des Gebäudes wurde keine Zeit verschwendet. Direkt nach Abbau des Gerüstes konnte noch im Herbst die Baugrube verfüllt und die befestigten Außenanlagen hergestellt werden. Dank günstiger Witterungsbedingungen wurde in der letzten Woche vor der Weihnachtspause der Asphalt eingebaut. Das war sprichwörtlich in letzter Minute! Der Gebäudezugang ohne Schlamm und Matsch war sichergestellt.

In den Wintermonaten folgten dann die weiteren Haustechnikinstallationen sowie die Ausbaugewerke. Zeitweise tummelten sich bis zu acht verschiedene Gewerke gleichzeitig auf der Baustelle. Dies war unter den gegebenen Pandemiebedingungen nicht immer einfach. Die Tätigkeitsbereiche der Handwerker auf der Baustelle mussten vorher abgestimmt werden, damit es zu keiner Durchmischung der unterschiedlichen Montagekolonnen kommt.

Sofort nach dem Ende der Frost- und Schneeperiode wurde das Gebäude in der letzten Februarwoche erneut eingerüstet und mit den Fassadenarbeiten begonnen. Infolge des verhältnismäßig kalten und nassen Frühjahrs mussten die temperaturempfindlichen Außenputzarbeiten mehrmals unterbrochen werden. Letztlich wurde die gesamte Fassade mit rund 4 Wochen Verspätung Ende Mai 2021 fertig.

Am letzten Wochenende im Mai 2021 war es dann so weit. Die Feuerwehr hat das neue Gebäude bezogen und in Betrieb genommen. Eine große Aufgabe wurde trotz Pandemiebedingungen und konjunktureller Lieferengpässe von Baumaterialien mit Hilfe aller Planungs- und Ausführungsbeteiligten erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

Für Freitag, 9. Juli 2021, 18 Uhr ist die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses vorgesehen.

Aktualisierungsstand: 24.05.2021 | Manfred Apell