08. KW | Mit Hochwasser ist nicht zu spaßen

Liebe Mitbürgerin,
lieber Mitbürger,

 

als ich diese Kolumne geschrieben habe, waren teilweise schreckliche Berichte von einem Hochwasser aus Büdingen im Fernsehen zu sehen. Ich hoffe, dass wir nicht ähnliche Bilder von einer Überschwemmung vor der eigenen Haustür selbst erleben müssen, wenn Sie diese Zeilen jetzt lesen.

Ein Hochwasser kommt meist sehr schnell über uns. Da heißt es vorbereitet sein.

Der Hochwasserschutz ist für mich seit meinem Amtsantritt schon immer eine wichtige Aufgabe. Es gilt nicht nur, nach dem Schaden, die Mitbürgerinnen und Mitbürger zu trösten. Wichtiger ist immer, rechtzeitig vorher nachzusehen, was man zur Vermeidung von Schäden tun kann.

Im Laufe der Jahre haben wir daher viele Bäche renaturiert, Deiche erneuert sowie ertüchtigt und mit dem Furkationsprojekt zwischen Caldern und Sterzhausen einen großen Beitrag zur Reduzierung der Hochwassergefahr geleistet.

Aber auch auf allen diesen Maßnahmen haben wir uns nicht ausgeruht. Regelmäßig schauen wir uns in unseren Dörfern Gefahrenpunkte an. Sehen nach, ob vorbeugend an Einläufen, in Bachläufen oder an Deichen etwas zu tun ist.

So auch in diesen Tagen:

Ich habe mit der Feuerwehr gesprochen, ob genügend Sandsäcke auf Vorrat sind. Der Bauhof wurde erinnert, noch einmal zu prüfen, ob alle bekannten Engstellen geräumt und frei sind, besonders die als Geröllfang vorgesehenen Schutzgittern am Beginn von Verrohrungen. Besonderes Augenmerk gilt auch den Hochwasserauffangbecken.

Sicher ist sicher. Ein Reagieren vor einem Hochwasser kann viele Schäden vermeiden helfen.

Dem Hochwasserschutz dienen auch regelmäßige Begehungen der Ortslagen, gerade auch um Schäden durch vermehrt auftretende Starkregenereignissen vorzubeugen. Sobald nach der kommenden Kommunalwahl die neuen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher im Amt sind, werden wir wieder in jedem Dorf eine Begehung vornehmen. Auch eine Besichtigung unserer Lahndeiche ist wieder mal erforderlich.

Auch ich weiß: Eine absolute Sicherheit vor einem Hochwasser gibt es nicht und ein Einlass, der heute geräumt war, kann schon morgen wieder verstopft sein. Das darf aber kein Grund sein, nichts zu tun.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Herzlichst

Ihr

 

Manfred Apell