50. KW | Renaturierung und Hochwasserschutz

Liebe Mitbürgerin,

lieber Mitbürger,

am 17. November hat die Lahntaler Ortsgruppe des NABU Deutschland ihr Projekt der Renaturierung des Rodenbachs und des Plauelbachs bei Goßfelden vorgestellt, zu dem ich auch eingeladen war.

Ab 2006 hat der NABU in einem inzwischen 16 Hektar großen Gebiet am Oberlauf des Rodenbachs mit großem ehrenamtlichem Einsatz seiner Mitglieder sehr viel verwirklichen können.

Eigentlich wollte der NABU in diesem Bereich erst einmal nur ihre Vorstellungen von einem Vogelschutzgebiet umsetzen. Als sich aber die Chance bot, den Rodenbach auf 650 Meter Länge zu renaturieren, ist viel mehr als ein Vogelschutzgebiet entstanden.

Der Rodenbach fließt jetzt mäanderförmig durch die Wiesen. Blenken und Tümpel halten das Wasser zurück und dies trägt – zur Freude vieler Vögel – zu einer Durchnässung der Wiesen bei. Ebenfalls Amphibien und Libellen werden sich hier wieder wohl fühlen.

Für uns alle sehr wichtig: Die Fließgeschwindigkeit des renaturierten Rodenbachs wird auch bei Starkregen erheblich gemindert sein und viel Wasser zurückhalten. Ein wichtiger Beitrag für den Hochwasserschutz Goßfeldens.

Aber auch für unsere Vögel ist der Bereich des Roden- und Plauelbaches ein großer Gewinn. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Braunkelchen, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper, Rohrammer, Bekassine, Raubwürger, Kiebitz und andere Wiesenbrüter in diesem Gebiet regelmäßig als Brutvögel angetroffen. Nach der Renaturierung erhoffen wir uns, dass künftig viele Vogelarten dort vermehrt wieder brüten.

Die Gemeinde Lahntal hat den NABU bei seinem Vorhaben unterstützt, in dem wir gemeindeeigene Grundstücke für dieses Projekt zur Verfügung gestellt haben. Wie sich bei der Besichtigung herausstellte, eine gute Entscheidung für uns alle.

Ich danke an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich den vielen Mitstreitern der NABU-Ortsgruppe Lahntal für ihren Einsatz nicht nur bei diesem Projekt. Ihre ehrenamtliche Arbeit verrichten sie über das ganze Jahr verteilt, ohne dass uns das häufig richtig bewusst ist.

Aber immer profitieren wir davon. Besten Dank!

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell