48 KW ⎜ Ökologisch und bequem määäähen…

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

 

vor allem im Sommer denke ich oft an die eine oder andere Alternative zu Rasenmäher oder Freischneider… Nicht dass ich den Rasen nicht gerne pflegen mag – aber jaaa, an den Stellen, an die man schwer rankommt, wünschte ich mir schon ab und an eine kleine Hilfe…

In unserer Gemeinde haben wir bereits geeignete Helfer: Herbert, Lotte, Lina, Laura und Leonie – fünf „Gehörnte Heidschnucken“, die nun einige Wiesen regelmäßig in Form bringen!
Als Mitglied der Kommunen für biologische Vielfalt strebt nämlich auch unsere Gemeinde eine möglichst naturverträgliche Bewirtschaftung ihres Grünlandes an.

Insbesondere größere zusammenhängende Grünflächen eignen sich für eine Beweidung mit Schafen, weil diese extensive Weidewirtschaft einen deutlichen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität leistet.
Das Aufkommen von Wildsträuchen – und damit eine Verstruppung – wird verhindert und das Gras dabei sinnvoll genutzt. Zugleich wird die Wiese abgemagert, was zur Artenvielfalt bei den Pflanzen beiträgt.

Unsere ökologischen „määähenden Mäher“ sind also nicht nur ideal, um das Gras in Schach zu halten, sondern sie schaffen vor allem Lebensraum für Insekten sowie Vögel und fördern damit auch den Erhalt bedrohter Arten. Zudem wirkt sich eine Beweidung mit Schafen auf die Qualität des Grünlandes aus.

Ein Jungschäfer aus dem Ortsteil Caldern – Joel Koch – hat sich bereit erklärt, Schafe für die Gemeinde Lahntal anzu-schaffen sowie zu hüten und geeignete, gemeindeeigene Anlagen mit ihnen zu beweiden. Zurzeit werden folgende drei Grundstücke in Caldern zur Verfügung gestellt: Wiesenflächen rund um das neue Feuerwehrgebäude sowie im Bereich des Erdbeckens Sprinkelwiese II und „Alter Friedhof“ in der Klosterbergstraße, bis auf den Bereich der Blühfläche.

Unsere neuen „Landschaftspfleger“ sind zwar erst zu fünft, aber nächstes Jahr wird es bestimmt schon Nachwuchs geben, sodass wir gegebenenfalls auch zusätzliche Grünflächen für die Beweidung ausweisen.

Vielleicht regen die Schafe unsere Mitbürger*Innen an, diese bei einem Spaziergang zu besuchen? Denken Sie aber bitte daran, dass die Schafe nicht gefüttert werden dürfen – sie können dann z.B. Koliken kriegen und sogar sterben!
Ich hoffe sehr – selbst wenn die Tiere ab und zu ein lautes „Määäh“ von sich geben – dass sie bei Ihnen allen gut ankommen.

 

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell