42. KW | Feuerwehr Lahntal

Eine richtige Entscheidung

 

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

in der Septembersitzung hat die Gemeindevertretung sich bei einer Gegenstimme mit überzeugender Mehrheit für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses für Caldern ausgesprochen.

Das war keine leichte Entscheidung. Schließlich wird dieses neue Feuerwehrhaus unsere Gemeinde über vier Millionen Euro kosten.

Es war ein deutliches Bekenntnis der Gemeindevertretung nicht nur zur Feuerwehr Caldern, sondern zur Feuerwehr Lahntal insgesamt, und eine Anerkennung der ehrenamtlichen Leistung von mehr als 100 aktiven Feuerwehrkameradinnen und -kameraden in unserer Gemeinde.

Das macht mich sehr stolz auf unsere Gemeinde.

Wir können uns glücklich schätzen, dass so viele Menschen sich in ihrer Freizeit für unser Leben, unser Hab und Gut einsetzen. Oft ist das nicht leicht.

Vielleicht haben Sie von dem tragischen Unfall eines Fahrradfahrers im Wald bei Caldern in der Zeitung gelesen? Während Polizei, Staatsanwaltschaft, Spurensicherung und Unfall-Sachverständige ihrem Beruf nachkamen, haben unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sie bei dieser Arbeit unterstützt. Sie standen fast vier Stunden neben der Leiche und mussten am Ende die blutverschmierte Fahrbahn reinigen – damit wir alle am nächsten Tag möglichst nichts mehr von dem Unfall sehen müssen.

Das ist ein sehr schwerer Dienst für ehrenamtlich Tätige. Das müssen wir auch vor Augen haben, wenn es um die Feuerwehr geht, um unsere Freiwillige Feuerwehr!

Nicht alle Einsätze der Feuerwehr sind so belastend wie dieser. Aber viele Einsätze sind jedenfalls belastender und mit mehr Gefahren für die Gesundheit unserer Feuerwehrleute verbunden, als wir das von außen mitbekommen.

Unser Dank für die Leistung der Feuerwehr Lahntal zeigt sich auch in unserer Unterstützung und der Bereitstellung der notwendigen Ausstattung mit Räumlichkeiten, Fahrzeugen und Schutzkleidung.

Die Entscheidung für das Feuerwehrhaus Caldern ist auch Ausdruck unserer Wertschätzung für die Leistung und das Engagement unserer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden!

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell