34 KW ⎜Literarische Schlaglichter auf ein modernes Dorf STERZHAUSEN

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

 

vor 45 Jahren entstand aus einem Studierendenprojekt (des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Philosophie) ein kritischer Film „Zum Beispiel Sterzhausen – Jugendliche und ihr Dorf“, der damals Entrüstung bei den Beteiligten ausgelöst hat und für viel Gesprächsstoff im Dorf gesorgt hat.
Die im Film porträtierten Personen aus Sterzhausen fühlten sich nicht nur einseitig dargestellt, sondern auch in ein Klischee von konservativem Lebensstil und Generationenkonflikt reingepresst.
Nun mehr als vierzig Jahre später – in 2019 – kamen wieder Studierende von demselben Institut, um den emotionalen Spuren, die der Film hinterlassen hatte, nachzugehen und zu erforschen, was sich in seit 1976 im Dorf verändert hat.
Zahlreiche Begegnungen mit den damaligen Protagonisten, viele aufschlussreiche Gespräche mit Vereinsmitgliedern oder Landwirten sowie offenherzige Treffen am Gartenzaun oder in der Bäckerei mit alteingesessenen und neuzugezogenen Dorfbewohnern*Innen haben den Studierenden vor allem aufgezeigt, wie wichtig die Dorfgemeinschaft ist und dass diese auch ein Teil der modernen Welt ist.
Aus diesen Beobachtungen, Begegnungen und Interviews ist nun ein Buch entstanden, das vor einigen Monaten erschienen ist. „Sterzhausen revisited – Literarische Schlaglichter auf ein modernes Dorf“. Die fiktiven Kurzgeschichten und Gedichte basieren auf den Erfahrungen aus dem Besuch in Sterzhausen, die zeigen, wie vielfältig das Leben auf dem Lande ist.
In die Texte des Buches sind zudem zahlreiche Forschungsfragen eingeflossen, die den Wandel ländlichen Alltagslebens und Themen wie Rituale und Traditionen, Altern, Ortsentwicklung und Zugehörigkeit aufgreifen.
Das Buch ist, wie ich finde, eine interessante Collage aus Lyrik, Prosa, Bildern und Dialogen und ich denke, nicht nur für Sterzhäuser*Innen spannend.
Im Rahmen eines Dorfspaziergangs in Sterzhausen, der voraussichtlich am 28.09.2021 stattfinden soll, wird eine Gelegenheit dazu bestehen, das kleine Buch vorzustellen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie dabei sind und diese
Möglichkeit nutzen, um sich auszutauschen. Über die genauen Angaben zum Treffpunkt und Uhrzeit werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell