27. KW | Gefahr lauert in der Natur!

Liebe Mitbürgerin,

lieber Mitbürger,

uns erreichen Infos von unserem Revierförster und von vielen aufmerksamen Bürgern, dass sich der Eichen-Prozessionsspinner in Lahntal  ausgebreitet hat.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der – wie sein Name schon sagt – an allen Eichenarten vorkommt, sich zu den typischen „Prozessionen“ aufstellt und zum Fressen in die Baumkrone wandert. Er bevorzugt warm-trockenes Klima und setzt sich aufgrund der Klimaveränderungen immer stärker auch in Deutschland durch.

In unserer Gemeinde macht er sich vor allem im Wollenberg, an der Lahn in Sterzhausen und Goßfelden sowie im Wald in Caldern breit.

Das Ordnungsamt hat bereits einige Warnschilder aufgestellt und der Revierförster Jörg Reinl beobachtet die Lage, aber ich möchte trotzdem noch hier ausdrücklich auf die Gefahr hinweisen. Die Brennhaare der Raupen sind für Mensch und Tier sehr gefährlich und können verschiedene allergische Reaktionen auslösen.

Die Raupen sind stark behaart und entwickeln ab einem gewissen Larvenstadium Thaumetopoein, das als  Nesselgift der feinen Haare bezeichnet wird. Die fast unsichtbaren Haare  können in die menschliche Haut und Schleimhaut eindringen, sich mit ihren Häkchen dort festsetzen und Juckreiz, Schwellungen, Knötchen, Quaddeln sowie vereinzelt Asthmaanfälle verursachen.

Die Hautreaktionen halten – unbehandelt – oft ein bis zwei Wochen an. Am meisten sind alle Hautbereiche betroffen, die nicht bedeckt waren.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist nicht für uns Menschen, sondern auch für unsere Haustiere gefährlich. Zwar schützt das Fell gut vor den Brennhaaren, aber Schnauze und Schleimhäute sind gefährdet – vor allem Hunde sind durch ihr Herumschnüffeln in Gefahr.

Ich möchte Sie bitten, aufzupassen. Wenn wir alle vorsichtig sind und Abstand halten – wie wir das schon von Coronavirus kennen –  kann eigentlich nichts passieren. Und generell dürfen Raupen und ihre Nester auf keinen Fall berührt werden!

An unseren Kindergärten und auf den Lahntaler Spielplätzen stehen keine Eichen, sodass dort keine Gefahr von den unangenehmen Raupen besteht. Bleiben Sie gesund!

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell