28 KW ⎜Nikolaikirche in Caldern – von Vandalismus betroffen

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

 

unsere schöne Nikolaikirche ist ein wunderbares Kleinod der Gemeinde Lahntal, das über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist. Das rund 800 Jahre alte Bauwerk ist nicht nur außergewöhnlich und denkmalgeschützt und zu besonderen Anlässen geöffnet, sondern es ist immer offen, denn es fungiert auch als eine Radwegkirche, die sehr gerne von zahlreichen Menschen, die uns in der Gemeinde Lahntal besuchen, besichtigt wird.

Das ist gut so, denn auch auf diese Art lebt die Kirche und zeigt ihr freundliches Gesicht.

Leider – zu meinem Entsetzen und völligem Unverständnis –wurde dieses christliche Haus zum wiederholten Mal Opfer von Vandalismus. So etwas möchte man nirgendwo erleben…

Ich weiß gar nicht, was mich fassungsloser macht – ob das der fehlende Respekt oder doch die endlose Dummheit ist… Diese Tat macht uns alle in Lahntal (und darüber hinaus) einfach sprachlos.

Bereits 2019 wurde in der Nikolaikirche geschmacklos randaliert und ich konnte es mir nicht vorstellen, dass man nach dieser pietätlosen Tat damals noch einmal so einen Vandalismus erleben muss. An verschiedenen Stellen in der Kirche wurde nun versucht, Feuer zu zündeln, das dann letztendlich zu einem wesentlichen Schaden des Kanzelpultes und der Polsterung der Kanzelbrüstung geführt hat. Der entstandene Schaden wird mehrere Tausend Euro betragen.

Die zwei Minderjährigen, die auf diese sinnlose Idee gekommen sind, wurden von der Überwachungskamera erfasst und dementsprechend von der Polizei befragt. Es erfolgte zunächst sogenannte Gefährder-Ansprache, also ein Aufklärungsgespräch, das – nach der sehr eindringlichen Darstellung der Konsequenzen einer solchen Tat – von weiteren Versuchen dieser Art abhalten soll.

Die Eltern werden mit den Kindern die Sache aufarbeiten müssen und wir alle sind noch einmal aufgefordert, auf uns, auf unsere Werte und auf unsere Umgebung zu achten. Rechtzeitig einzugreifen, Mut zu zeigen, Anderen zu helfen, – ja, Zivilcourage zu beweisen – dies ist in diesen schwierigen Zeiten wichtiger denn je.

 

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell