25 KW ⎜Bitte nehmen Sie Rücksicht

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

 

genau vor einem Jahr schrieb ich eine Kolumne „Rücksicht aufeinander nehmen“, in der ich einige Situationen auf beliebten Routen der Hundeliebhaber, Radfahrer, Wanderer, Landwirte, Jäger, etc. beschrieben habe. Ja, es ist so, viele treffen aufeinander und sind sich manchmal nicht einig. Da hilft nur – im Sinne eines guten Miteinanders – die Rücksicht auf den anderen Menschen zu nehmen, was auch meistens klappt.

Nun erreichen mich aber wieder seit einigen Wochen vermehrt verschiedene Beschwerden. Eine davon möchte ich als Beispiel anführen, weil sie am meisten vorkommt.

Es geht um die Vierbeiner, bzw. über deren Hinterlassen- schaften, die nicht nur im Feld, sondern in der Ortsmitte in Caldern und in Sterzhausen zu sehen sind… Darüber be- schweren sich mittlerweile so ziemlich alle: Anwohner, Schüler, Wanderer, Landwirte…

Die Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer klagen wiederum, dass sich die Hundetoiletten in unserer Gemeinde vornehm- lich am Ortsrand befinden und kein Mülleimer zur Verfügung steht. Manche schlagen darüber hinaus vor, dass die Beutel aus einem biologisch abbaubaren Stoff sein müssten – dann wäre es nicht so problematisch, weil sie dann in der Natur verrotten würden.

Die Hundetoiletten befinden sich in der Tat in unserer Gemeinde vornehmlich am Ortsrand. Zum einen gehen die Meisten mit ihrem Hund in die Ortsrandlage, damit dieser dort ausgiebig spazieren und auch sein Geschäft erledigen kann. Zum anderen entsprechen die Standorte der Wünsche der jeweiligen Ortsbeiräte (und auch vieler Hundehalter!).

Wo der Hund seinen Bedürfnissen nachgeht: auf der Wiese, auf dem Bürgersteig oder auf dem Feldweg, ist aber auch unerheblich: die Besitzerinnen und Besitzer eines Hundes sind verpflichtet, den Hundekot aufzuheben und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Menschen, die die Hinterlassenschaften ihres Hundes nicht aufsammeln oder aber diesen in die Landschaft wegwerfen, begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Und ja, für die Umwelt wäre es besser, wenn die Tüten aus Papier oder aus einem biologisch abbaubaren Stoff wären, aber auch diese müssen zusammen mit dem Hundekot in der Restmülltonnen entsorgt werden.

Und nein, Hundekot ist keinesfalls ein wertvolles biologisches Produkt – sondern ist zumeist stark mit Keimen, Viren und Parasiten belastet. Diese können zu anderen Tieren und Menschen gelangen und sie krank machen.

Ich bitte Sie also noch einmal: leinen Sie Ihre Tiere an und lassen Sie deren Hinterlassenschaften nicht liegen.

 

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell