24 KW ⎜Mehr Raum für Ubbelohde-Haus

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

 

schon immer halte ich unser Otto-Ubbelohde-Haus für eine echte Perle. Dass unser Lahntaler Schatz für viele ein Geheimtipp ist, überrascht mich zwar immer wieder aufs Neue, aber ich freue mich über jeden neuen Besucher, den wir nicht nur im Atelier, sondern in Lahntal begrüßen können.

Wir besichtigen die Ausstellungen im Museum, schlendern durch die Gärten, besuchen dort die eine oder andere Lesung, haben unsere Literaturpreisträger*Innen zu Gast in der Wohnung, nutzen die Räumlichkeiten als eine Location, wo man standesamtlich heiraten kann.

Eine ganze Menge, wie ich finde, für so ein kleines Haus. Aber nichtsdestotrotz stellen wir immer wieder fest, dass es zu eng wird, wenn man größere Ausstellungen oder Lesungen planen möchte. Die Räumlichkeiten des urigen und charmanten Atelierhauses lassen größere Veranstaltungen einfach nicht zu.

So plant der Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Machbarkeitsstudie für einen Ergänzungsbau in Auftrag zu geben. Dem langgehegten Wunsch des Vorstandes der Otto-Ubbelohde-Stiftung nach würde ein zusätzlicher Anbau als Ergänzungsgebäude nicht nur Raum dafür bieten, mehr von Ubbelohdes Arbeiten zu zeigen, sondern diese mit Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern zu verknüpfen.

Ein solcher Zusatzanbau sollte nach Möglichkeit in direkter Nähe des Ateliershauses entstehen, ohne dieses zu beeinträchtigen. Und natürlich muss dabei bedacht werden, dass unser Ubbelohde-Haus in einem Überschwemmungs-gebiet steht.

Der Landkreis hat sich zusammen mit dem Vorstand der Otto-Ubbelohde-Stiftung und unserer Gemeinde darauf verständigt, die Vor- und Nachteile eines entsprechenden Ergänzungsgebäudes – mit allen sich daran anschließenden Fragestellungen – auszuloten. Hierfür stellt der Landkreis maximal 25.000 Euro zur Verfügung.

Das Ziel ist: noch mehr Aufmerksamkeit, noch mehr Attraktivität und noch mehr Zukunftsfähigkeit für das Ubbelohde-Haus mit seinen anliegenden Gärten zu erlangen.

Ich hoffe sehr, dass mit der Machbarkeitsstudie die baurechtlichen, gestalterischen und organisatorischen Fragen geklärt werden und wir in Lahntal noch mehr Raum für Kultur bekommen.

 

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell