24. KW | Es geht voran am Roßweg

Liebe Mitbürgerin,

lieber Mitbürger,

seit über einem Jahr ist der „Roßweg“ in Goßfelden zum Teil gesperrt.  Den Anwohnern mussten wir Umwege zumuten. Auch die Kirche und das Heinrich-Bang-Haus konnten nur auf Umwegen erreicht werden. Durchaus ärgerlich.

Ich teilte Ihnen mit, dass die Gefahr bestand, dass eine mächtige Mauer an einem der engsten Stellen des Roßweges einzustürzen drohte. Die Gemeinde hatte die Mauer daher erst einmal abgestützt, um das Schlimmste zu verhindern. In einer Bürgerversammlung im letzten Jahr hatten wir hierüber berichtet; auch über unseren Weg zu einer Sanierung.

Es war rechtlich sehr fraglich, wer für die Kosten der Sanierung aufzukommen hat: die betroffenen Anlieger oder die Gemeinde.

Klärung hätte nur eine gerichtliche Auseinandersetzung bringen können.

Anlieger und Gemeinde waren aber mehr an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Und das ist gut so, denn bis zu einer Entscheidung eines Verwaltungsgerichts wären mehrere Jahre vergangen, viel Geld hätte man für Gutachter aufbringen müssen und das Schlimmste: in dieser langen Zeit wäre die Mauer nicht saniert und der Roßweg bliebe weiterhin gesperrt.

Am Ende hätte zudem – wie bei Bauauseindersetzungen üblich – ein Vergleich gestanden, also eine Kostenteilung (in welchem Verhältnis auch immer). Keine Partei hätte damit richtig gewinnen können.

Ich freue mich daher sehr, dass es mit allen Anliegern zu einer einvernehmlichen Vereinbarung gekommen ist und dass unsere Gemeindevertretung dieser Einigung mehrheitlich zugestimmt hat.

Damit ist der Weg für eine Sanierung frei.

Für den schwierigsten – höchsten Teil der Stützmauer – wird die Gemeinde vorher Untersuchungen vornehmen lassen, die uns absichern sollen, dass bei einer Erneuerung der Mauer nicht noch größere Schäden entstehen. Das ist verständlich, bedeutet aber, dass hier die Arbeiten noch eine Weile auf sich warten lassen.

Dafür bitte ich Sie um Verständnis. Aber nun wissen wir auch, dass der Roßweg bald wieder durchweg zu nutzen sein wird.

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell