20 KW | Lassen Sie uns Rücksicht aufeinander nehmen

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

auf den Wanderpfaden, auf den landwirtschaftlichen Wegen auf den Fahrradwegen und nicht zuletzt im Wald gibt es Stress… Wanderer, Landwirte, Jäger, Radfahrer, Spaziergänger, Sportler (usw.) treffen auf dem Dorf oder im Wald aufeinander und sind sich nicht einig.

Auf beliebten Routen streiten Wanderer mit Mountainbikern, Tierschützer mit Jägern, Spaziergänger mit Joggern, Landwirte mit Hundehaltern…

Viele von uns – gerade jetzt in der schwierigen Pandemie-Situation – wollen ins Grüne, wollen ins Freie, wollen einfach raus und suchen oft in ländlicher Umgebung einen Rückzugs- oder Freizeitraum.

Das verstehe ich total. Der Wald, das Dorf, der Park waren schon immer ideale Erholungsorte für fast jeden von uns. Frische Luft, beruhigende Stille, das saftige Grün oder auch mal der Sonnenuntergang tun uns gut. Warum müssen wir dann alle miteinander im Clinch liegen, obwohl wir uns eigentlich nur nach Erholung, nach Entspannung, ja, nach einer Idylle sehnen?

Diese gesellschaftlichen Konflikte entstehen wohl, weil Menschen gleichzeitig unterschiedliche Wünsche oder andere Interessen haben. Auf den ersten Blick haben auch alle Recht. Denn was ist schon dabei, wenn ein Radfahrer im Wald fährt und auf gleicher Strecke ein Wanderer wandert? Sie befinden sich überwiegend auf gut begehbaren Wegen und der Biker könnte einfach langsamer fahren, damit der Wanderer vorbeilaufen kann. Oder aber der Wanderer könnte kurz zur Seite gehen, damit der Sportler auf seinem Mountainbike weiterfahren kann.

Und was ist schon dabei, wenn ein Spaziergänger mit dem Hund unterwegs ist und ihm ein Jogger entgegenkommt? Wenn der Hund angeleint ist und der Jogger auch vielleicht kurz stehenbleibt?  Und es ist wohl auch nichts dabei, wenn ein Traktor auf dem landwirtschaftlichen Weg in der Begegnung mit dem Fahrzeug des Jägers – oder andersrum – kurz ausweicht…?

Es ist uns doch allen klar. Äcker sind kein Hundeklo, Wanderrouten sind keine Rennbahn, Hochsitze sind keine Spielgeräte, landwirtschaftliche Wege sind keine Joggingstrecken, usw. Man könnte die Beispiele lange aufzählen.

Seien Sie einfach aufmerksam und verständnisvoll! Nehmen Sie bitte Rücksicht auf den Anderen! Und bleiben Sie gesund!

 

Herzlichst

Ihr

 

 

Manfred Apell