12. KW | Wir können den Bienen helfen

Liebe Mitbürgerin,

lieber Mitbürger,

seit einigen Tagen erwachen unsere Gärten und Felder aus ihrem Winterschlaf. Die ersten Bienen, Hummeln und Schmetterlinge fliegen bereits wieder und die Zugvögel kehren nach und nach zurück.

Allerdings sind diese Vorzeichen nur noch in wenigen Gärten zu finden. Stattdessen wurden und werden häufig exotische Pflanzen verwendet, die an unser Klima und unsere Insekten- und Tierwelt nicht angepasst sind. Oder es werden sogar reine Steinbeete angelegt, in denen kaum mal eine Blütenpflanze zu sehen ist.

In Zeiten, in denen ein Insektensterben belegt ist, und sich manche Menschen auch inzwischen Gedanken machen, ob die menschliche Ernährung ohne Insekten überhaupt sichergestellt werden kann, sollten wir nun auch endlich aus unserem (Winter-)Schlaf erwachen und versuchen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Wir haben das Glück „auf dem Dorfe“ zu leben, wo viele von uns noch über einen eigenen Garten oder sogar landwirtschaftlich genutzten Flächen verfügen. Das eröffnet uns Möglichkeiten, aktiv etwas für mehr biologische Vielfalt selbst zu machen. Auch die Gemeinde hat eigene Möglichkeiten auf kommunalen Flächen einen Beitrag zu leisten.

Der im Rahmen der Zukunftskonferenz gegründeten Arbeitsgruppe „Nachhaltig leben in Lahntal“ ist es gelungen, Herrn Gerd Teuteberg, Gärtnermeister aus Herford-Herringhausen, für einen Vortrag am Freitag, den 22. März 2019, 18 Uhr (Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung Sterzhausen) zu gewinnen.

Sein Vortrag richtet sich an alle Naturinteressierte, Landwirtinnen und Landwirte, Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer und solche, die es werden wollen. Gerd Teuteberg wird aufzeigen, welche Möglichkeiten bestehen, wieder mehr Leben und Natur in unser direktes Lebensumfeld zu bringen und wie man z.B. Randstreifen, Blumenwiesen, Säume oder auch Blumenrasen anlegen kann und auf Dauer richtig pflegt.

Ich bin mir sicher, dass uns ein interessanter Abend erwartet und wir nachher viele Ideen haben, wie jede und jeder Einzelne von uns einen kleinen Beitrag gegen das Bienen- und Insektensterben leisten kann.

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell