12 KW ⎜Elterntaxis

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

 

 

die elterlichen Bring- und Abholtaxis für Schulkinder, die vor der Wichtelhäuserschule anhalten, werden immer wieder –und nicht nur von der Schulleitung, den Lehrerinnen und dem Schulelternbeirat – thematisiert. Auch die Schülerschaft
möchte offensichtlich nicht, dass in die Schule mit privaten Fahrzeugen gefahren wird…

Ich habe erneut Briefe von Schülerinnen und Schüler erhalten, die sich über die chaotischen Zustände vor der Schule in Sterzhausen beschweren.

Es sei auf dem Schulweg unübersichtlich und gefährlich, man könne die Fahrbahn nicht überqueren, weil die parkenden Autos oft alles versperren. Ebenfalls der Bus hat öfters erhebliche Schwierigkeiten vorbeizukommen. Man berichtete mir auch davon, dass teilweise sogar der Bürgersteig zum Überholen der haltenden Autos genutzt wird…!

Liebe Eltern! Sie sind wesentlich jünger als ich, aber ich wette, dass auch Sie früher in der Regel nicht mit dem Auto zur Grundschule gefahren worden sind! Selbstverständlich kamen die Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus zur Schule. Autofahrten waren eher die Ausnahme. Warum tun Sie es…?

Selbst wenn es Gefahren mit sich bringt, nicht ökologisch und das Benzin teuer ist – steigt der Anteil der Kinder, die von Ihnen mit dem Auto zur Schule gebracht und abgeholt werden.

Eigentlich scheint sich alle Welt einig, dass Kinder am besten zu Fuß zur Schule gehen sollten. In dem Elternbrief schreibt
das Kollegium der Wichtehäuserschule: Der Schulweg zu Fuß „hat erwiesenermaßen positive Auswirkungen auf die Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Lernfähigkeit Ihres Kindes, auf die Schulwegsicherheit der Mitschüler sowie auf unsere Umwelt.“
Ja, wir wissen das alle – und doch staut sich jeden Morgen und jeden Mittag der elterliche Schüler-Bring-und-Abhol-Verkehr vor der Grundschule. Möchten Sie nicht, dass Ihr Kind sicher zur Schule kommt? Möchten Sie nicht, dass Ihr Kind sich gut entwickelt? Möchten Sie nicht unsere Umwelt schonen?

Es frustriert doch regelmäßig alle Beteiligten – denn das Standardrepertoire wiederholt sich wie im Theater: man redet, appelliert, kontrolliert – und nach einer gewissen (kurzen) Zeit verfällt man wieder in die alten Muster. Ich bitte Sie noch einmal, nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auch auf alle Verkehrsteilnehmer!

Die Gemeinde hat mit dem Schutzmann über dieses Thema gesprochen und dieser wird nun stichpunktartige Kontrollen vor der Schule durchführen.

Herzlichst

Ihr

Manfred Apell